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Gesunder Schlaf



Schlaf und Schlafphasen

Wer kennt den Helden nicht, der auf Arbeit verkündet, auf Dauer mit ein oder zwei Stunden Schlaf am Tag auszukommen? Unsere Gesellschaft ist gekennzeichnet durch eine profit- und konsumorientierte Entwertung von Umwelt, Ethik und Mensch ... noch vor hundert Jahren hätte niemand diesen Humbug zum Thema Schlaf geglaubt - es ist völlig absurd, der Mensch würde ohne Schlaf auskommen. Heute wird der "Held" bewundert.

Wir sind ein Teil der Natur und damit der Evolution, ein organisches und komplexes Gebilde - in diesem Rahmen hat sich auch beim Säugetier Mensch eine "innere Uhr" entwickelt, die Abläufe an dem Tag-/Nachtrythmus auf unserer Erde ausrichtet. Der Schlaf wird im Wesentlichen durch den Hormonhaushalt des Menschen und neurophysiologisch (ZNS) gesteuert.

Durch Ermüdung tritt ein Ruhezustand ein. Die Anforderungen an die Organe sind herunter gesetzt (z.B. gesenkter Blutdruck); das Bewußtsein wird von der Außenwelt weitgehend abgekoppelt und ist der inneren Vorstellung zugewandt (vgl. Karrenberg 1989).

Die Schlafforschung hat die Schlafphasen entdeckt: Der Mensch fällt relativ schnell in einen Tiefschlaf. Während der Nacht werden diese Tiefschlafphasen kürzer und weniger tief und wechseln mit den REM-Phasen ab, die oberflächlich sind und demgegenüber länger werden. Der Mensch träumt während dieser Phasen oft und bewegt die Augen schnell (REM: Rapid-Eyes-Movement), während der Rest des Körpers nahezu paralysiert ist.

Funktionen des Schlafs (im einzelnen: Wikipedia 2009)

Zu den Funktionen des Schlafes beim Menschen gibt es im eine Reihe von Hypothesen, die mehr oder weniger untermauert sind. Es steht fest, dass das individuelle Schlafbedürfnis duchaus variiert.

Zunächst ist der Schlaf im Rahmen des Tag-/Nachtrythmus eine sinnvolle Einrichtung, weil sich nachts z.B. bestimmte Aufgaben wie Nahrungssuche oder Jagd i.d.R. schwerer erledigen lassen als tagsüber. Nachgewiesen wurde, dass mit der evolutorischen Entwicklung komplexerer Gehirne das Schlafbedürfnis zugenommen hat: Durch Schlaf wird eine höhere Leistungsfähigkeit dieser Gehirne erreicht.

Der Schlaf scheint definitiv der Regeneration zu dienen: Schlafmangel hat nachgewiesenermaßen z.B. negative Auswirkungen auf das Immunsystem, die Wundheilung oder setzt den Stoffwechsel herab.

Der REM-Schlaf wirkt sich günstig auf die Aktivierung des Gehirns aus und steigert z.B. die Kreativität (Spiegel-Online 2009).

Eine der wichtigsten ist die psychische Funktion: Im Schlaf werden u.a. Erlebnisse des Tages verarbeitet, gefiltert und gespeichert oder verworfen. Nachgewiesen ist in diesem Zusammenhang beispielsweise, dass zu wenig Schlaf des Gedächtnisleistung dramatisch herabsetzen kann.

Eine weitere Funktion scheint die Rekalibrierung des Organismus zu sein: Organische Funktionen sind teilweise heruntergesetzt und werden sozusagen wieder in einen Gleichklang gebracht.

Schlafforschung

Die Schlafforschung ist eine relativ junge Disziplin, die sich mit dem Wesen des Schlafes auseinandersetzt. Sie hat z.B. die Tief- und REM-Schlafphasen entdeckt und erforscht weiterhin die Funktionen und organisch-psychischen Zusammenhänge des Schlafes. Mit den Folgen von Schlafmangel beschäftigt sich die Schlafforschung ebenso.

Schlafmangel und Schlafentzug

Dass der Schlaf eine elementare Funktion für den Organismus hat, beweist die Tatsache, dass die Reizbarkeit durch Schlafmangel zunimmt. Nach 24 Stunden ohne Schlaf stellen sich schon Halluzinationen ein. Konsequenter Schlafentzug führt bis zum Tod. Deshalb wird Schlafentzug auch als Foltermethode eingesetzt.

Wer dauerhaft schlecht oder wenig schläft tut sich nichts Gutes: Durch Schlafmangel wird ein Hormon ausgeschüttet, das wiederum dazu führt, dass die Gedächtnisleistung herunter gesetzt, das Immunsystem anfälliger für Krankheiten und Fett schlechter abgebaut wird. Schlafmangel macht so gesehen dumm, dick und krank (Welt-Online 2009).

Gesunder Schlaf

Dieser Text kann und will keine fachliche Abhandlung sein oder ein Leitfaden für guten Schlaf darstellen, sondern für die grundlegene Funktion des Schlafes auch in unserer Gesellschaft sensibilisieren. Zur Verbesserung des Schlafes empfehlen wir u.a. folgende Lektüre:

schlafen, gesunder Schlaf, Schlafforschung, Schlafstörungen Ern/Fischbach:
Gesunder Schlaf
Endlich wieder gut schlafen.


Grundsätzlich sollten Sie, um besser schlafen zu können, Ihre Lebensführung gesund gestalten: Wenig Alkohol, Rauchen, die Nacht nicht zum Tage machen. Ein solches Verhalten stellt für den Körper Stress dar, ebenso wie beruflicher und familiärer Stress. Die Schlafforschung hat festgestellt, dass weniger Stress zu weniger Schlafstörungen führt (Focus-Online 2009).

Stress abbauen Pfennig:
Stress out mit Hypnosetherapie
Stress abbauen und beherrschen mit Hör-Hypnose als MP3-Download.


Wichtig ist auch, in den täglichen Ablauf ein kleines, regelmäßiges körperliches Training einzubauen (Stressabbau!) sowie Entspannungstechniken zu nutzen (z.B. Yoga, autogenes Training, Progressive Muskelentspannung.)

Ausserdem gibt es viele Tipps zur Gestaltung der Schlafplätze, z.B. gehören TV oder Büroecke nicht in das Schlafzimmer (lenkt ab!).

Besser lesen Sie ein Buch, hören ein Hörbuch und belüften das Zimmer frisch. Daneben spielen Farbgebung, indirekte Beleuchtung sowie Matratzen und Roste eine wichtige Rolle. Mehr dazu in o.g. Buch.



Quellen:

Karrenberg u.a.: Lexikon der Medizin. Lingen, 1988.

Wikipedia (2009): "Schlaf". URL: de.wikipedia.org/wiki/Schlaf [Stand: 15.12. 2009]

Spiegel-Online Wissenschaft (2009): "Nickerchen macht kreativ". URL: www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/schlafforschung-nickerchen-macht-kreativ-a-629359.html [Stand: 09.06. 2009]

Welt-Online (2009): "Zu wenig Schlaf macht dick, dumm und krank". URL: www.welt.de/wissenschaft/article1212420/Zu-wenig-Schlaf-macht-dick-und-herzkrank.html [Stand: 05.11. 2009]

Focus-Online (2009): "Stress stört den Schlaf". URL: www.focus.de/gesundheit/news/schlafforschung-stress-stoert-den-schlummer_aid_449709.html [Stand: 01.11. 2009]